{"id":848,"date":"2026-01-26T13:25:48","date_gmt":"2026-01-26T12:25:48","guid":{"rendered":"https:\/\/newtravels.org\/?p=848"},"modified":"2026-01-26T13:25:49","modified_gmt":"2026-01-26T12:25:49","slug":"die-gruppe-in-uns-kurze-essays-nationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/newtravels.org\/?p=848","title":{"rendered":"Die Gruppe in uns &#8211; kurze Essays (Nationen)"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Menschen haben auf der Erde \u00fcber Hunderttausende von Jahren \u00fcberlebt, weil wir uns in Gruppen organisiert haben und dieses Konzept, offensichtlich erfolgreich war.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ein einzelner Mensch braucht die Gruppe, die Gruppe braucht nicht unbedingt den Einzelnen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Verschiedene Betrachtungen zur Gruppe.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gruppen und Nationen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sollte eine Region der Welt, z.B. durch eine Naturkatastrophe, Atomkrieg, etc. in Chaos verfallen, w\u00fcrden sich die Menschen sehr schnell in Gruppen von ca. 20-200 Personen zusammenfinden. Innerhalb solch einer Gruppe w\u00fcrden sich die Menschen helfen, geborgen und sicher f\u00fchlen. Gegen\u00fcber anderen Gruppen w\u00fcrde sofort ein Konkurrenzverhalten um Ressourcen bestehen, was wiederum zu Aggressionen und Feindseligkeit zwischen den Gruppen f\u00fchren w\u00fcrde. Es ist nicht denkbar, dass einzelne Menschen, also Hunderttausende Individuen einer Stadt, einfach alleine oder in kleiner Familie weiterleben w\u00fcrden und dann ohne Vorbehalte anderen unbekannten Menschen helfen und vertrauen w\u00fcrden; denn der Mensch hat sich nunmal evolution\u00e4r zum Leben in kleinen Gruppen entwickelt. Bis zur Sesshaftigkeit des Menschen, gab es wahrscheinlich nur diese kleinen Gruppen, was sich aber \u00e4nderte als Siedlungen und D\u00f6rfer, bis hin zu St\u00e4dten entstanden. Die Menschen blieben ortsfest und die Vorteile der Siedlung, des Dorfes und der St\u00e4dte waren derart, dass immer mehr Menschen dort leben wollten. Eine gr\u00f6\u00dfere Menschengruppe bietet viele Vorteile und macht viele Errungenschaften und Institutionen erst m\u00f6glich. Auch die Anf\u00fchrer in einer Gruppe werden mit dem Wachsen ihrer Gruppe m\u00e4chtiger. Dies musste jedoch gegen die Neigung des Menschen, kleine und konkurrierende Gruppen zu bilden, geschehen. Um dieses Hindernis zu \u00fcberwinden wurde das Konzept der \u201eNation\u201c geschaffen. Nation bedeutet, dass man einer beliebigen Gruppe von Menschen von Kind an beibringt, dass z.B. alle Menschen innerhalb bestimmter geografischer Grenzen, eines gemeinsamen Glaubens, gleicher Kleidung, Sprache, etc. zu einer einzigen, &#8211; also deiner -, Gruppe geh\u00f6ren. Auf diese Art wurde gew\u00e4hrleistet, dass sich g\u00e4nzlich unbekannte Menschen ohne Misstrauen und Aggression begegnen k\u00f6nnen. Die Nation schafft Koh\u00e4sion und erm\u00f6glicht das positive Gruppenverhalten der Mitglieder, weit \u00fcber die nat\u00fcrliche Gruppengr\u00f6\u00dfe hinaus. \u201eNationbuilding\u201c vermindert den Zerfall und die inneren K\u00e4mpfe in gro\u00dfen Gruppen. Da auch Nationen, und insbesondere deren oft m\u00e4chtige Anf\u00fchrer, in Konkurrenz zu anderen Nationen standen und stehen, macht sich eine Nation und in erster Linie deren Anf\u00fchrer, die Aggression gegen\u00fcber fremden Gruppen\/Nationen, gerne zum Vorteil. Dieser Mechanismus, besonders des externen Feindes, st\u00e4rkt den Zusammenhalt der Nation und die Macht des F\u00fchrers. Wenn eine Nation, dann noch gegen eine andere Nation Ressourcen gewinnen konnte, wurde das Nationalgef\u00fchl und die Nation selbst, enorm gest\u00e4rkt. Aber sogar innerhalb der besiegten Gruppe\/Nation, fand wegen unseres Gruppeninstinktes, noch eine St\u00e4rkung des Nationalgef\u00fchles statt. Da unser Planet Erde immer kleiner wird und wir schon l\u00e4ngst wissen, dass wir alle im selben Boot sitzen, m\u00fcssten wir unbedingt ein globales \u201eNationbuilding\u201c durchf\u00fchren. Alle Menschen dieser Welt sind Teil einer positiven Gruppe, die ja nur als koh\u00e4rente Gruppe prosperieren kann. Leider schaffen wir und unsere Anf\u00fchrer wesentlich mehr Unterscheidungsmerkmale zwischen den Menschen der Welt und sch\u00fcren damit die Angst und Aggressionen zwischen Gruppen und Nationen. Wenn wir das in uns verwurzelte Gruppenverhalten verstehen, dann werden wir auch verstehen, dass Menschen anderer Gruppen gar keine Monster, Ungl\u00e4ubige, Wilde, Kolonialisten, Betr\u00fcger, Besserwisser und Idioten sind, sondern Menschen im Prinzip genau wie wir; nur dass unser Instinkt uns dies suggeriert. Unser Instinkt suggeriert uns aber auch, dass wir noch 5 weitere Liter Vanilleeis essen wollen, aber unser Verstand\/Intellekt bewahrt uns davor. Es ist also m\u00f6glich. Nationen sind nur k\u00fcnstlich aufgeblasene Gruppengef\u00fchle. Lasst uns weiter aufblasen: Es lebe die globale Nation!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschen haben auf der Erde \u00fcber Hunderttausende von Jahren \u00fcberlebt, weil wir uns in Gruppen organisiert haben und dieses Konzept, offensichtlich erfolgreich war. Ein einzelner Mensch braucht die Gruppe, die Gruppe braucht nicht unbedingt den Einzelnen. Verschiedene Betrachtungen zur Gruppe. 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