Das Leben ist komplex. Menschen sind soziale Wesen und brauchen und lieben ihre Mitmenschen.
Seit Hunderttausenden von Jahren leben Menschen in kleinen Gruppen zusammen. Andere menschliche Gruppen waren aufgrund des starken Wettbewerbs um Nahrung, Unterkunft usw. meist feindselig. Wir wissen, dass wir Menschen, die nicht zu unserer eigenen Gruppe gehören, mit großem Misstrauen begegnen und ihnen gegenüber meist Angst oder Feindseligkeit empfinden. Die stärkste Gruppe unter Menschen ist die, in der sich die Mitglieder persönlich kennen, einander helfen und vertrauen. Dies ist die natürliche Gruppe des Menschen mit 20–200 Mitgliedern, die seit mindestens 500.000 Jahren existiert. Größere Gruppen entstanden erst vor etwa 10.000 Jahren vereinzelt, und erst seit etwa 5.000 Jahren existieren große, relativ harmonische Gruppen, die durch die Strategien ihrer Anführer ein Gemeinschaftsgefühl bewahren können. Die natürliche Tendenz des Menschen ist und bleibt jedoch, sich in kleinen Gruppen zu organisieren und sich in ihnen wohl zu fühlen. Dieses Gruppengefühl ist ein uns innewohnender Instinkt: ein Instinkt wie die Angst vor der Dunkelheit, der Spieltrieb, Hunger/Appetit oder der Sexualtrieb. Die Gruppe war und ist lebenswichtig für uns und spielt deshalb eine so wichtige Rolle in unserem Leben. Selbst unser Verhalten ist an das Leben in und für unsere Gruppe angepasst. Ich werde einige kurze Essays zu verschiedenen Aspekten der Gruppe verfassen. Ich habe festgestellt, dass sich viele Dinge durch unsere Gruppeninstinkte erklären und verstehen lassen.