Die Gruppe in uns – kurze Essays (Rassismus)

Menschen haben auf der Erde über Hunderttausende von Jahren überlebt, weil wir uns in Gruppen organisiert haben und dieses Konzept, offensichtlich erfolgreich war.

Ein einzelner Mensch braucht die Gruppe, die Gruppe braucht nicht unbedingt den Einzelnen.

Verschiedene Betrachtungen zur Gruppe.

Die Gruppe und Rassismus

Dieser Gedanke ist ziemlich einfach und kurz erklärt. Sicherheit, Vertrautheit, Geborgenheit und Empathie erfahren und geben wir in unserer eigenen Gruppe. Das gilt nicht für Menschen fremder Gruppen. Menschen aus fremden Gruppen waren historisch fast immer eine Bedrohung und machen uns also Angst. Um einer Bedrohung vorzukommen, war es extrem wichtig, schnell zu erkennen, ob ein anderer Mensch zu unserer Gruppe gehört oder nicht. Wie erkennen wir das? Zuerst natürlich optisch und sofort ist damit klar: Eine andere Hautfarbe, andere Gesichtszüge oder Haare, kann kein Mitglied meiner Gruppe sein. Also greifen sofort unsere Gruppeninstinkte: wir fühlen uns potentiell bedroht, misstrauisch, eher aggressiv und empathielos. Am besten dieser fremde Mensch würde wieder verschwinden, damit wir uns wieder geborgen fühlen. Auch hier kann nur unser Intellekt diese Instinkte übersteuern und dadurch unser Verhalten ändern. Jedenfalls solange bis alle Menschen auch Menschen anderer Hautfarbe in ihrer eigenen Gruppe haben, und wir diese deshalb nicht mehr als Gruppenfremde identifizieren. Davon sind wir aber in den meisten Gesellschaften/Gruppen noch weit entfernt und es ist ein Leichtes auf dieser angeborenen Neigung aufzubauen, in dem weitere Unterschiede vorgegeben werden, die diese Fremdartigkeit weiter unterstreichen und gleichzeitig die Angst und Aggressivität schüren.